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Investieren in P2P-Kredite ohne Rückkaufgarantie?

Investieren in P2P-Kredite ohne Rückkaufgarantie?

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Was sind P2P Kredite?

Seit über 3 1/2 Jahren investiere ich nun schon erfolgreich in P2P-Kredite. In den Jahren habe ich weit über 15 Plattformen getestet und auf den meisten bin ich auch geblieben.

Mein Blog Hobbyinvestor.de ist aus meinem großen Interesse zu P2P-Krediten entstanden und ich habe bereits über viele P2P-Plattformen meine Erfahrungen festgehalten. Von Mintos über Bondora bis hin zu PeerBeery und Robocash war schon vieles mit dabei.

Auf den allermeisten P2P-Plattformen investieren wir alle wegen der angebotenen Rückkaufgarantie (Buyback Garantie). Fällt ein Kredit aus, so kauft der Kreditgeber den Kredit nach 30 oder 60 Tagen zurück. Inklusive entgangener Zinsen. 

Doch was, wenn ich dir die Frage stellen würde: „Würdest du in denselben P2P-Kredit investieren, wenn da keine Rückkaufgarantie dran stehen würde?“.
Ich finde die Frage sehr interessant und habe lange darüber nachgedacht. Meine Antwort lautet: „Keinen Cent würde ich in die P2P-Kredite auf Mintos & Co ohne die Rückkaufgarantie investieren!“.

Jetzt stellt sich die Frage nach dem Warum?

Warum würde ich das nicht tun? Auf der einen Seite gebe ich nicht viel auf die Rückkaufgarantie und auf der anderen Seite würde ich ohne die Rückkaufgarantie gar nicht investieren?
Wie passt das zusammen? Warum? Liegt es am Risiko? An den Krediten?
Holen wir zu Beginn kurz alle Leser ab, die nicht wissen, was ein P2P-Kredit ist.

Was sind P2P-Kredite?

P2P steht für Peer to Peer, im deutschen frei übersetzt: Von Person zu Person. Eine Person gibt einer anderen Person einen Kredit. In diesem Fall ist eine Person der Kreditnehmer und die andere Person der Kreditgeber.
Damit dies im Internet funktioniert benötigt man aber Mittelsmänner. Zum einen benötigst du eine Plattform (Was ist überhaupt eine P2P Plattform) und zum anderen die eigentlichen Kreditgeber, die die Kredite vermitteln.
Als Anleger investierst du ausschließlich über solche P2P-Plattformen.

Die meisten P2P-Plattformen bieten Verbraucherkredite an. Das sind auch die typischen Kredite mit der Rückkaufgarantie. Mittlerweile gibt es aber auch eine ganze Reihe von anderen Kreditarten. Einen Überblick bekommst du hier: Die Vielfalt der P2P-Kredite.

Die P2P-Kredite sind ganz normale Kredite. Du hast eine feste Kreditlaufzeit, einen festen Zinssatz und feste Rückzahlungstermine. 

Wie funktionieren P2P Kredite auf Plattformen im Ausland? Mintos, Twino, Bondora und Co!

Die meisten P2P-Plattformen arbeiten nach folgendem Ablauf:

  1. Der Kreditgeber (Mintos nennt sie auch Darlehensanbahner) vergibt einen Kredit an einen Kreditnehmer
  2. Nachdem der Kredit zustande gekommen ist, stellt der Kreditgeber den Kredit auf einer P2P-Plattform ein.
  3. Wir Investoren können nun in diesen Kredit (meist ab 10 Euro) investieren. 
  4. In der Regel werden wir anteilig an den Zinszahlungen vom Kreditnehmer beteiligt und erhalten nach Laufzeitende unser Kapital zurück.
  5. Fällt der Kreditnehmer aus, so greift meist nach 30 oder 60 Tagen (abhängig von der Plattform) die Rückkaufgarantie. Das heißt, der Kreditgeber erstattet uns unser Kapital samt der bis dahin verpassten Zinseinnahmen.

Die bekanntesten P2P-Marktplätze dürften wohl Mintos, Bondora und Twino sein. Alle drei P2P-Kreditplattformen konzentrieren sich hauptsächlich auf Verbraucherkredite. Das größte Angebot hat der Anbieter Mintos.
Mintos hat sich zu einem riesigen Marktplatz entwickelt. Fast 300 Mio. Euro investieren wir Investoren auf Mintos monatlich in P2P-Kredite. Insgesamt wurden hier bereits fast 4 Mrd. Euro angelegt.

Über 60 Kreditgeber haben sich mittlerweile auf der Mintos Plattform angesammelt und bieten 8 verschiedene Kreditarten aus 30 verschiedenen Ländern an.

Die Rückkaufgarantie der P2P-Kredite

Völlig zu Recht steht immer wieder die Rückkaufgarantie (Buyback Garantie) im Fokus. Ich halte den Rückkauf  für Augenwischerei (Eine Warnung vor dem Abenteuer). Denn meiner Erfahrung nach liegt genau in der Kalkulation dieser Rückkaufgarantie das größte Risiko. Die Rückkaufgarantie ist mehr ein loses Versprechen als eine Garantie. Garantiert ist in der Anlageform der P2P-Kredite, nämlich gar nichts, siehe den Ausfall von Eurocent im Jahr 2017.

Eurocent war mein erster Ausfall eines Darlehensanbahner (Kreditgebers), den ich im P2P-Umfeld miterlebt habe.

Wie hoch ist das Risiko bei P2P Krediten?

Die Erfahrungen über das Risiko bei P2P-Krediten halten sich noch in Grenzen. Eine wirkliche Krise gab es noch nicht. Allerdings zeigen Anbieter wie Bondora, dass P2P-Plattformen auch schon seit 10 Jahren erfolgreich arbeiten können.

Wie bei jedem Investment gibt es auch hier eine ganze Reihe von Risiken, die man beachten sollte. Ein Risiko ist die fehlende Regulierung der Plattformen und der Kreditgeber. Weitere Risiken sind der Ausfall der Plattform selbst oder der Kreditgeber.

Investieren in P2P-Kredite ohne Rückkaufgarantie?

Bereits oben in der Einleitung habe ich gesagt, dass ich keinen Cent in Verbraucherkredite auf z.B. Mintos investieren würde, wenn es die Rückkaufgarantie nicht mehr gäbe. Aber warum?

Um meine Antwort zu erläutern, brauchen wir etwas Mathematik. Um das leichter zu machen, nehmen wir ein konkretes Beispiel aus dem Umfeld von Mintos.
Wir nehmen den Klassiker unter den P2P Krediten, die Verbraucherkredite. Ein beliebter und großer Darlehensanbahner auf Mintos ist Banknote.

Banknotegibt den jährlichen Effektivzins mit einem Range von 37 % bis 281 % an. Die Regel ist eher mehr als weniger. Um es einfach zu halten, nehmen wir glatte 100 % Jahreszins.

Da staunt, man erst mal als Deutscher der aktuell die Nullzinsphase gewohnt ist. Aber willkommen in der Welt der P2P-Kredite. Zudem sei gesagt, dass die 100 % Zinsen in diesem Umfeld der Kredite nicht einmal besonders viel sind. Man könnte fast sagen, die 100 % Zins pro Jahr sind human. Wobei wir hier auch über kurz laufende Kredite sprechen, die nur 7 bis maximal 30 Tage laufen. Hinzu kommt, dass die Kreditnehmer keine Sicherheiten hinterlegen müssen.

Mintos die P2P Kredite Plattform
Die Startseite von Mintos 

Nehmen wir den Kreditnehmer Max Mustermann. Max leiht sich 500 Euro für einen Monat zu 100 % p.a.

Nach dem Monat muss Max dann 541,67 Euro zurückzahlen.

Der Kredit landet nun auf der Mintos. Nehmen wir an, du bekommst vom Kreditgeber Banknote für dein Investment 12 % Zinsen angeboten.

Ich investiere und übernehme den kompletten Kredit. Die ganzen 500 Euro investiere ich. Ich weiß, das geht praktisch nicht, da die Kreditgeber eine Risikobeteiligung von 5 % – 15 % pro Kredit selbst halten müssen. Aber der Einfachheit wegen.
So nun spulen wir die Zeit etwas vor und gehen davon aus, dass mein P2P-Kredit ordentlich von Max bedient wurde. Dann erhalte ich nach dem einen Monat in Summe 505 Euro zurück.

Nun siehst du einen ersten Unterschied.

Banknote verdient 41,67 Euro an Zinsen und ich (als Investor) nur 5 Euro.

Wie hoch sind die Gewinne?

Banknote verleiht 500 Euro zu 100 % und erhält nach einem Jahr 541,67 Euro zurück. Ich gab meine 500 Euro über Mintos an Banknote und erhielt dafür eine Verzinsung von 12 %. Dies brachte mir am Ende eine Rückzahlung von 505,00 Euro ein. 

Machen wir eine erste kleine Übersicht über die P2P Kreditinvestition.

 BetragJahreszinsRückzahlung
Banknote500 €100 %541,67 €
Ich500 €12 %505,00 €

Nun kommt der Kassensturz. Mein Gewinn liegt auf der Hand, das sind 5 Euro.
Bei Banknote sind es 41,67 Euro. Banknote müsste nun von den 41,67 Euro, die 5 Euro abziehen, dich ich als Investor erhalte. Bleiben also 36,67 Euro übrig.

Ich weiß, jetzt würden die Steuern kommen zudem muss der Kreditgeber natürlich seinen Geschäftsbetrieb usw. finanzieren, auch wird Mintos als Vermittler die Hand aufhalten. Aber der Einfachheit wegen ignorieren wir diese Kosten.

Halten wir nun fest. Mit dem Einsatz von 500 Euro mache ich 5 Euro Gewinn und Banknote 36,67 Euro. Damit ist der Gewinn von Banknote 7 mal so hoch wie meiner.
Nun vergibt Banknote nicht nur einen Kredit pro Jahr, sondern ein paar mehr. Auf Mintos hat Banknote aktuell P2P-Kredite im Wert von knapp 17 Mio. Euro! 

Der interessante Teil kommt nun mit der Frage „Wie viele gute P2P-Kredite brauche ich, um einen schlechten zu kompensieren?“. Denn seien wir ehrlich, wir legen unser Geld nur in P2P-Kredite an, um einen Gewinn zu erwirtschaften.

Wie viele P2P-Kredite dürften ausfallen?

Jetzt nehmen wir an, Banknote vergibt 4 Kredite an seine Kreditnehmer für jeweils einen Monat zu je 500,00 Euro. Zudem gehen wir wieder davon aus, dass ich alle dieser 4 Kredite vollständig auf Mintos finanziere. Nun lassen wir einen dieser 4 Kredite direkt komplett ausfallen. Von einem Kredit sind die 500 Euro weg und es gab nicht eine Zinszahlung.

 BetragZinssatzRückzahlung
Banknote2000 €100 %1625,00 €
Ich2000 €12 %1515,00 €

Nun berechnen wir wieder den Gewinn aus unsere Investition.
Banknote macht einen Verlust von 375 Euro 
Ich mache einen Verlust von 485 Euro.

Du siehst, mein Verlust ist deutlich höher, als der Verlust von Banknote! Und das nach nur 1 Monat!

Fällt bei 4 Krediten einer aus, machen wir beide aber Verluste. Das heißt, dass Verhältnis 3:1 reicht bei weitem nicht aus.

Vergeben wir daher 15 Kredite und davon wird wieder einer direkt und komplett ausfallen, dann sieht die Gewinnrechnung wie folgt aus:

See Also
NEO FInance in 2019 an die Börse und Rückblick auf das Jahr 2018

 BetragJahreszinsRückzahlung
Banknote7500 €100 %7583,33 €
Ich7500 €12 %7070,00 €

Jetzt hätte Banknote einen Gewinn von 83,33 Euro erwirtschaftet.
Ich hingegen bin weiter weit in der Verlustzone. Immer noch stolze 430 Euro hätte ich in diesem Szenario verloren.

Aber wie lange bleibe ich denn nun in der Verlustzone? Immerhin ist der Darlehensanbahner, in der Theorie, schon im Plus.

Das Risiko Verhältnis

Ich würde erst in die Gewinnzone kommen, wenn ich mehr als 50.000 Euro investieren würde. Wenn ich 50.500 Euro in 101 Kredite investieren würde. Dann dürfte 1 Kredit ausfallen und ich hätte nach einem Monat wieder genau meine 50.000 Euro (500 Euro Verlust und 500 Euro Zinseinnahmen).

Banknote hingegen reichen bereits 12 Kredite aus.

Dieses Verhältnis tragen wir mal zusammen:

Gewinnverhältnis von Banknote – 12:1
Gewinnverhältnis vom mir – 100:1

Auch die Laufzeit entscheidet

Das Gewinnverhältnis ist auch von der Kreditlaufzeit abhängig. Nehmen wir das obige Beispiel mit einer Laufzeit von einem Jahr statt einem Monat, dann sieht das Gewinnverhältnis schon wieder anders aus.

Gewinnverhältnis von Banknote – 5:1
Gewinnverhältnis vom mir – 10:1

Und genau wegen diesem Verhältnis würde ich ohne die Rückkaufgarantie zu dem aktuellen Zinsangebot keinen Cent mehr in die P2P-Kredite investieren. Bei den Verbraucherkrediten fallen sicher mehr als 10 % der Kredite aus. Für mich ein Verlustgeschäft. Ja, ich weiß, es gibt noch das Mahnverfahren und den Inkassoprozess.

In der Mintos Übersicht hat Banknote ein Kreditvolumen von 17 Mio. €. Diese würden bei 100% Zinsen nach einem Jahr zu 34 Mio. € werden.
17 Mio. € Zinsgewinne sind so theoretisch möglich.
Angenommen ganze 20% der Kreditsumme würden direkt und komplett ausfallen! Dann wären das 3,4 Mio. €, die Banknote abschreiben müsste.
Dann würde Banknote immer noch 27,2 Mio € machen.

Jeder fünfte Kredit könnte ein Totalausfall werden und trotzdem wäre die Rechnung theoretisch noch im Plus.
Jetzt beachtet bitte, dass meine Rechnung natürlich nur eine grobe Skizze ist. Und stark in Richtung „Milchmädchenrechnung“ tendiert. Natürlich lasse ich viele Faktoren außen vor, die natürlich berücksichtigt werden müssten.

Der theoretische Vergleich

Mir geht es auch gar nicht um eine möglichst genaue Rechnung oder um die Frage, ob ein Kreditgeber wie Banknote tatsächlich einen Totalausfall von 20% verkraften könnte oder ob es 15% oder 20,7% sind.

Mit meiner Rechnung möchte ich aufzeigen, dass ich und du als Privatinvestor ein ganz anderes Spiel auf Mintos spielen. Banknote und die anderen 60 Kreditgeber und wir Investoren spielen auf Mintos Karten. Nur wir Investoren spielen unser eigenes Kartenspiel.
Von den 100% und mehr, die die Darlehensanbahner als Zinsen einfahren, erhalten wir ca. 12%. In der Differenz der Zinssätze sind die Risiken und die Rückkaufgarantie eingepreist. Zudem kommen weitere mögliche Einnahmen und Gebühren durch das Mahnwesen und den Inkassoprozess hinzu.

P2P Anbieter Robocash
Einer meiner Lieblinge – der P2P Anbieter Robocash – Kredite ohne Primärmarkt

Fazit

Ich würde ohne die Rückkaufgarantie nicht in Verbraucherkredite investieren. In dem Zinsniveau um die 12 % dürften einfach kaum Kredite ausfallen. Auch wenn 12 % auf den ersten Blick nach sehr viel aussieht, so dürften maximal 10 % meines Portfolios ausfallen. 
Das kann funktionieren, muss aber nicht.

Da würde ich dann eher zu Bondora gehen. Bei Bondora erhalte ich bessere Ratings, viel höhere Zinsen und habe transparentere Inkassoprozesse. Da würde ich mir sogar eher noch Auxmoney vorher anschauen, trotz der Gebühren. Zum Glück gibt es noch viele andere P2P Kredite Plattformen, die ich prüfen würde, bevor ich bei dem hohen Risiko mein Geld weiter auf Mintos investieren würde. Nicht ohne Grund liegen die Zinsen bei Bondora um einiges höher.

Durch die „niedrigen“ Zinssätze auf den Buyback Plattformen spiele ich mit deutlichen schlechteren Karten. Versteht mich nicht falsch, 11%-12% sind gute Renditen für ein Investment in Kredite aber eben nur, wenn das Risiko durch einen Rückkauf abgesichert ist. Sonst wäre mir mein Geld zu schade. Natürlich ist und bleibt die Rückkaufgarantie nur ein Versprechen, ein Versprechen in eine hoffentlich gute Mischkalkulation. Das hohe Risiko der P2P Kredite liegt daher in der mangelhaften Einschätzbarkeit der Darlehensanbahner. Die Kreditnehmer sind in diesem Kontext gar nicht so relevant.

Wie ist deine Meinung zu dem Thema? In welche Kredite investierst du? Wie siehst du die Risikoeinschätzung Kreditnehmer/geber?

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Zeige Kommentare (8)
  • Hi

    ich kann deine Rechnung irgendwie nicht nachvollziehen.
    Bei 1000 € zu 100 % Zinsen komme ich auf ~ 620 € Zinseinnahmen und eine Tilgung von 135.

    Monat | Zinsen | Tilgung
    1 1000 83,33333333 135
    2 948,3333333 79,02777778 135
    3 892,3611111 74,36342593 135
    4 831,724537 69,31037809 135
    5 766,0349151 63,83624293 135
    6 694,8711581 57,90592984 135
    7 617,7770879 51,48142399 135
    8 534,2585119 44,52154266 135
    9 443,7800545 36,98167121 135
    10 345,7617257 28,81347715 135
    11 239,5752029 19,96460024 135
    12 124,5398031 10,37831693 135
    -0,081879939 -0,006823328

    • Moin tbee,

      vielen lieben Dank für das Nachrechnen.
      Ich hab mich leider auf die Kreditrechner auf Banknote.lv und Lendo.ge verlassen ?

      Banknote gibt bei 1000€ über 12 Monate eine Rate von aktuell 119,28€ an, was den 1430€ in meinem Beispiel entspricht.
      Das sind aber in der Tat keine 100%, sondern nur 72%.
      Man sollte das Kleingedruckte lesen ?
      Der effektive Jahreszins wird allgemein mit 101,22% angebende, der Rechner arbeitet in diesem Beispiel aber mit 72%.

      Vielen Dank für den Hinweis.
      Ändert aber an dem Chancen/Risiko Verhältnis nichts.

      Schöne Grüße
      Sebastian

      • Was von Banknote.lv berechnet wurde passt schon. Es ist nominal ein Zinssatz von ca. 72% und ein Effektivzins von ca. 100%. Berechnet wurde wie bei einem Hypothekendarlehen (Annuitätendarlehen) mit einer fixen monatlichen Rate.

  • Moin Sebastian,
    du hast das Prinzip mal ganz gut dargestellt. Allerdings wäre es mal interesant, wieviel Prozent Ausfälle die Anbahner jeweils wirklich tatsächlich haben und ab welcher Quote sie Ihre Rückkaufgarantie nicht mehr halten können. Das werden wir leider nicht erfahren.

    Für meinen aktuellen Artikel habe ich mal bei Viainvest nachgefragt. Die Antwort war leider nicht wirklich komplett aber die aktuell geringe NPL-Quote hat mich positiv überrascht.
    https://www.freakyfinance.net/meine-erfahrungen-mit-viainvest-nach-einem-jahr-rueckblick/

    Jedenfalls habe ich meine Investitionen bei Bondora auch bewusst klein gehalten. Die monatlich schrumpfende Rendite dort scheint meine Befürchtungen zu bestätigen. Bei Plattformen wo man wählen kann würde ich auch nur in Kredite mit Buyback investieren.

    Mal sehen wie lange das System noch funktioniert 🙂

    Beste Grüße
    Vincent

  • Hallo Sebastian,

    sehr interessante Darstellung. Bei Zahlen hat man einfach was Konkretes 😉
    Ich finde nur, das Ganze wirkt in Teilen immer noch recht abstrakt. Das tatsächlich Wichtige ist in diesem Zusammenhang ja einfach die „Ausfallquote“ – mit Bezug zur Rendite natürlich.
    Danke Vincent für den Link zum Beitrag, da sieht man, dass diese weniger hoch ist, als ich es z.B. erwartet hätte. Und da muss ich Dir dann in dem Punkt etwas widersprechen, dass die Rendite im Verhältnis zu gering sei.
    Klar, Gebühren etc. sind in meiner Überlegung jetzt noch nicht dabei..

    Aber schöne Zusammenstellung!

    Viele Grüße vom Depotstudent 🙂

  • Moin,

    die tatsächliche Ausfallquote ist in der Tat das wichtigste Kriterium. Aber diese Zahlen sind schwer zu bekommen. Vincent hat von Viainvest 6,5% genannt bekommen. Damit würde man als Investor noch gut fahren.
    Letztes Jahr hat mir Banknote berichtet, dass bei ihnen die Ausfallquote bei ~11,5% liegt. Und bei einer solchen Quote wird es für mich als Investor mit ~12% Rendite schon sehr heiß.

    Zumal du bedenken musst, dass die ganzen Mahn- und Inkassoprozesse sich über Jahre hinziehen können. Alles Zeit, die dein Kapital gebunden wäre.
    Für mich wären die Verbraucherkredite ohne die Buyback Garantie zu heiß.
    Nicht umsonst liegt der durchschnittliche Zinssatz bei Bondora bei 32% für unbesicherte Verbraucherkredite.

    Schönen Abend
    Sebastian

    • Ja stimmt, da hast Du absolut recht..

      Die Zahlen, die man von denen „offiziell“ genannt bekommt, sollte man natürlich ohnehin nicht für bare Münze nehmen.

      Werde mir das Ganze noch gründlich überlegen, bis es dann mal so weit ist.

      Grüße

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