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Mit Smart-Beta-ETFs den Markt schlagen: geht das?

Mit Smart-Beta-ETFs den Markt schlagen: geht das?

Wie du mit Smart Beta ETFs den Markt schlagen kannst

Mit ETFs den Markt schlagen wollen? Geht das überhaupt? Nicht mit ETFs der ersten Generation. Aber mit Indexfonds der zweiten Generation – den sogenannten Smart-Beta-ETFs.

Die ETFs der ersten Generation

Ursprünglich bilden Indexfonds der ersten Generation ihren zugrundeliegenden Index Eins zu Eins nach und erzielen so die Marktrendite als Durchschnittsrendite ihres Index.

So kann man den Markt nicht schlagen, es sei denn, ein ETF hat sehr niedrige Kosten und das Fondsmanagement betreibt beispielsweise Wertpapierleihe, durch die zusätzliche Einnahmen erzielt werden. Dadurch kann es in Ausnahmefällen gelingen, den Index zu übertreffen. Aber das ist die Ausnahme und nicht an der Tagesordnung.

Die zweite Generation: Smart-Beta-ETFs

Das Ziel von ETFs der zweiten Generation ist es erklärtermaßen, den Markt zu schlagen. Dazu gewichten sie u. a. die Aktien im ETF anders als der Referenzindex es tut und/oder setzen auf sogenannte Aktienfaktoren.

Beispielsweise gewichten sie die im Index enthaltenen Aktien im ETF gleich statt nach Marktkapitalisierung, wodurch kleinere Unternehmen ein höheres Gewicht erhalten und wodurch das Faktor „Size“ (siehe weiter unten) zum Tragen kommt.

Wie man die Aktienrendite erklären kann

Die Aktienrendite wird zum einen durch die Größe Alpha bestimmt, zum anderen durch das traditionelle Beta. Und zum dritten auch durch sogenannte Aktienfaktoren, wie in der oben stehenden Abbildung erkennbar ist.

Alpha

Die Größe Alpha gibt an, in welchem Ausmaß ein Fonds sich abweichend von der zugrundeliegenden Maßgröße (Benchmark bzw. Referenzindex) entwickelt.

Das Alpha misst jenen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung zu erklären ist, sondern auf der Auswahl von Aktien innerhalb dieses Marktes beruht. Damit weist Alpha den Erfolg des Fondsmanagements aus.

Beta

Das Beta misst die Volatilität eines Investments in Bezug auf eine Maßgröße (Benchmark bzw. Referenzindex). Mittels des Betas lassen sich Aussagen über das Risiko eines Fonds im Vergleich zu seinem Index treffen.

Generell impliziert ein positives Beta, dass mit einem Anstieg des Index‘ auch ein Anstieg des Fondspreises verbunden ist, während ein negatives Beta ein Sinken des Fondspreises impliziert.

Ein Beta von 1 entspricht dabei der Marktrendite.

Und weil Faktor-ETFs ihren Referenzindex schlagen wollen, heißen sie auch Smart (= kluge, intelligente)-Beta-ETFs, die ein Beta > 1 anstreben.

Fünf Aktienfaktoren im Überblick

Aktienfaktoren sind Merkmale, die einen Beitrag zur Erklärung von Aktienrenditen leisten können, zum Beispiel durch das

  • Eingehen von spezifischen Risiken,
  • weniger Anlagebeschränkungen oder
  • eine effizientere Informationsverarbeitung.

Nachdem Eugene Fama und Kenneth French in den 1990igern zunächst drei Faktoren identifizierten, wurde dieses Modell später auf fünf Faktoren erweitert.

Zahlreiche andere Wissenschaftler bestätigten mit diversen empirischen Studien, dass sich Aktienrenditen in verschiedene Risikofaktoren aufschlüsseln lassen.

Inzwischen sind hunderte an Faktoren identifiziert worden, die einen Beitrag zur Erklärung der Aktienrendite leisten. In der Investmentpraxis und bei der Konstruktion von ETFs wird jedoch meist auf die fünf am besten erforschten Faktoren abgestellt.

Dabei handelt es sich u. a. um den Faktor Value.

Value

Von Benjamin Graham stammt das bekannte Zitat, dass ein gutes Unternehmen kein gutes Investment ist, wenn die Aktien zu teuer sind.

Aktienkurse spiegeln also u. a. den Wert eines Unternehmens wider.

Value-Aktien sind dabei schlicht und ergreifend unterbewertete Titel.

Für die Praxis und für die Konstruktion eines Value-ETFs reicht solch eine unscharfe Definition allerdings nicht aus.

Gefragt sind exakte Kriterien, nach denen der Computer die entsprechenden Aktien selektieren kann, um damit anschließend das ETF-Portfolio zusammenzustellen.

Die ETF-Anbieter verwenden unterschiedliche Algorithmen, um Value-Aktien zu identifizieren.

Eine der bekanntesten Kennzahlen für die Beurteilung der Kostengünstigkeit einer Aktie ist das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV).

Doch auch andere Kennzahlen der Fundamentalanalyse spielen hier eine Rolle.

neben dem Faktor Value ist vor allem auch der Faktor „Size“ von Bedeutung, denn dieser ist besonders gut erforscht.

Size

In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass Aktien von Firmen mit einer geringen Marktkapitalisierung, sogenannte Small Caps, sich gerade in Bullenmärkten vorteilhafter entwickelten als marktkapitalstarke Unternehmen, sogenannte Large Caps.

Dieser Tatsache trägt der Faktor Size Rechnung. So finden Anleger inzwischen eine Reihe an ETFs, die auf Small Caps spezialisiert sind.

Quality

Ein gutes Unternehmen erwirtschaftet mehr als es ausgibt und sein Wert wird zwangsläufig weiter steigen.

Anleger setzen hier auf krisenfeste und profitable Firmen, die geringe Schulden aufweisen.

Qualitäts-Aktien-ETFs bieten Beteiligungen an Unternehmen, die Wettbewerbsvorteile nutzen können und zudem eine kompetente Unternehmensführung haben.

Diese stellt sicher, dass Gewinne eher an die Aktionäre weitergereicht werden als diese für eigennützige Zwecke zu verwenden.

Unternehmenskennzahlen wie

  • Eigenkapitalrendite sowie
  • die Differenz aus Cashflow und Investitionen im Verhältnis zu den Gesamtaktiva

können dabei eine wichtige Rolle spielen.

Low Volatility

Die Feststellung, dass risikoärmere Aktien langfristig eine mindestens äquivalente Wertentwicklung zeigen wie Aktien mit einem höheren Risiko stammt von Robert Haugen aus dem Jahr 1972.

Wer in schwankungsarme Aktien investierte, konnte nämlich den breiten Aktienmarkt in der Vergangenheit schlagen.

Als Risikomaß diente die historische Volatilität.

So finden Anleger mittlerweile etliche Faktor-ETFs, die in Aktien mit niedriger Volatilität investieren.

Momentum

Das Momentum ist ein rein verhaltensorientierter Faktor, der wie die Volatilität anhand der Kurshistorie einer Aktie ermittelt wird:

Anleger kaufen lieber Gewinner als Verlierer. Wenn eine Aktie zulegt, steigt sie daher meist weiter. Im Momentum wird die Geschwindigkeit bzw. die Stärke einer  Kursbewegung gemessen.

Durch die fortlaufende Quantifizierung dieser „Schwungkraft“, d.h. deren Richtung bzw. Ab- oder Zunahme, ist das Momentum einer der wenigen Indikatoren, der auf einen bevorstehenden Trendwechsel hinweisen kann.

Es gilt also:

The trend is your friend.

Oft beginnen Auf- oder Abwärtstrends mit starken Kursbewegungen, die dann im Zeitablauf wieder an „Schwungkraft“ verlieren. Diese „Schwungkraft“ der Kurse wird nun im Momentum analysiert, wobei sich die Beobachtungen auf die

  • Kursrichtung,
  • die Geschwindigkeit der Kursbewegung und
  • auf die Veränderungsrate der Geschwindigkeit

beziehen.

Das Potenzial von Smart-Beta-ETFs

Faktor-Investing ist nun das Übergewichten von Faktorprämien in einem Portfolio gegenüber einer marktneutralen Gewichtung.

Durch die Übergewichtung von Faktor-Prämien soll eine Mehrrendite gegenüber einer marktneutralen Abbildung einer Anlageklasse erzielt werden.

Dabei ist Faktor-Investing u. a. auch als Smart-Beta-Investing bekannt und das Ergebnis ist die zweite Generation an börsengehandelten Indexfonds, nämlich sogenannte Smart-Beta-ETFs.

05/2001 – 05/2016MSCI USAMSCI USA
Value
MSCI USA
Small Caps
MSCI USA
Momentum
MSCI USA
Quality
MSCI USA
Quality
MSCI USA
High Dividend
Performance125,45%169,02%245,30%229,77%246,24%174,35%189,26%
Quelle: Kula, G./Raab, M./Stahn, S.: Beyond Smart Beta – Index Investment Strategies for Active Portfolio Management, Wiley Finance Series, Chichester 2017, S85 – 95

Faktor-ETFs erfreuen sich stark wachsender beliebtheit und ich möchte dir nun ausgewählte Faktor-ETFs im Detail vorstellen. Dabei unterscheide ich zwischen Single-Faktor ETFs und Multi-Faktor ETFs.

Single-Faktor-ETFs

Bei einem Single-Faktor-Index werden die dazugehörigen Wertpapiere definitionsgemäß nur anhand eines Faktor-Prämien-Kriteriums geprüft und ausgewählt. Hier einige Beispiele:

  • iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF. Der MSCI World Small Cap Index bietet Zugang zu kleineren Unternehmen in entwickelten Aktienmärkten weltweit.
  • Xtrackers MSCI World Value Factor UCITS ETF 1C. Der MSCI World Enhanced Value Index bietet Zugang zu Substanzwerten der Industrieländer weltweit. Die Titelauswahl erfolgt über einen Wertfaktor anhand von drei Variablen: Kurs-Buchwertverhältnis, Kurs zu künftigen Gewinnerwartungen und Unternehmenswert zu operativem Cashflow. Die Branchenverteilung im Index entspricht der des MSCI World.
  • iShares Edge MSCI World Quality Factor UCITS ETF (Acc). Der MSCI World Sector Neutral Quality Index bietet Zugang zu Aktien mit einem hohen Qualitätsfaktor aus 23 Industrieländern weltweit. Die Indexbestandteile werden anhand von drei gleich gewichteten Hauptindikatoren für die Qualität eines Unternehmens gewählt. Hierzu zählen eine hohe Eigenkapitalrendite, ein geringer Verschuldungsgrad und stabiles Gewinnwachstum.
  • Xtrackers MSCI World Momentum Factor UCITS ETF 1C. Der MSCI World Momentum Index bietet Zugang zu Aktien mit einem hohen Kursmomentum aus 23 Industrieländern weltweit. Der Index enthält insbesondere Titel die in den vergangenen sechs bzw. zwölf Monaten Kursanstiege verzeichnen konnten.
  • iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF USD (Acc). Der MSCI World Minimum Volatility Index bietet Zugang zum MSCI World Index optimiert nach niedriger Volatilität. Der MSCI World Index bietet Zugang zu den internationalen Aktienmärkten in 23 Industrieländern.

Faktor-Prämien interagieren jedoch, denn sie sind nicht völlig unabhängig voneinander:

Manche verstärken sich gegenseitig, manche schwächen sich gegenseitig.

Es gibt aber auch ETFs, die darauf abzielen, zwei oder mehrere der oben genannten Faktoren zu kombinieren.

Multi-Faktor-ETFs – das Konzept

Das sind sogenannte Multi-Faktor-ETFs. In der Regel werden hier die Faktoren

  • Quality,
  • Momentum,
  • Value,
  • Low Volatility und
  • Small Size

miteinander kombiniert.

Durch die Kombination dieser Faktoren ist es möglich, Wertpapiere auszuwählen, die beispielsweise sowohl eine überdurchschnittliche Rendite versprechen als auch historisch geringe Schwankungen gezeigt haben.

Gerade die Kombination der Faktoren „Small Cap” und „Low Volatility” kann so einen Fonds ergeben, der von der höheren Risikoprämie der Small Size profitiert, während gleichzeitig das zusätzliche Risiko der kleineren Unternehmen abgemildert wird.

Wodurch ein günstigeres Rendite-/Risiko-Verhältnis gegenüber einer einfachen Small Cap-Strategie erreicht wird.

Zusätzlich können natürlich weitere Faktoren hinzugezogen werden, um besonders gut geführte Unternehmen (hohe Qualität) gegenüber anderen überzugewichten, die weniger gut geführt werden.

Generell berücksichtigt die simple Kombination mehrerer Single-Faktor-Indizes in einem Portfolio dieses vielfaltige Interagieren von Faktor-Prämien nicht systematisch.

Ein integrierter Multi-Faktor-Index hingegen tut das sehr wohl. Umfasst der Multi-Faktor-Index bspw. die vier Faktor-Prämien

  • Small Size,
  • Value,
  • Quality und
  • Momentum,

dann muss jede einzelne Aktie, die dieser Index repräsentiert gleichzeitig die vier Kriterien für Small Size, Value, Quality und Momentum erfüllen.

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In einem solchen Index werden die gegenseitigen Verstärkungen mancher Faktor-Prämien maximiert.

Man kann das als Ausnutzen der positiven Synergien zwischen manchen Faktor-Prämien bezeichnen.

Faktoren können jedoch „aus der Mode kommen“ und dem Markt einige Jahre hinterherlaufen.

Durch das Eingehen bestimmter Risiken erwarten Anleger, die Rendite zu steigern, wenn die Konjunktur und Marktstimmung sich positiv auf bestimmte Smart Beta-Faktoren auswirken.

In der Vergangenheit haben sich die Faktoren „Value”, „Momentum” und „Small Cap” eher prozyklisch entwickelt:

Sie entwickelten sich also besonders gut, wenn die Wirtschaft wuchs und Inflation und Zinsen stiegen.

„Quality” und „Low Volatility“ hingegen zeigten sich eher defensiv und lieferten gerade in schlechteren Marktphasen eine bessere Performance im Vergleich zum Marktindex.

Daher muss man auch darauf vorbereitet sein, dass das Smart Beta-Versprechen, den Markt zu schlagen, eventuell in der nächsten Marktphase nicht eintrifft oder sich erst nach Jahren der Under-Performance einstellt.

Multi-Faktor-ETFs – Beispiele

Allerdings haben die oben vorgestellten Faktoren in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass sie in vielen

  • Ländern,
  • Anlageklassen und
  • über Jahrzehnte

funktioniert haben.

Gerade das ist ein wesentlicher Grund dafür, warum Faktor-Investing so beliebt geworden ist. Eine ganze Reihe jüngerer Untersuchungen zeigt, dass faktorbasierte Strategien langfristig höhere Renditen bringen können als der Markt – teilweise sogar mit geringerer Volatilität (Schwankungsintensität).

Hier einige ausgewählte Beispiele:

  • Der JPMorgan Global Equity Multi-Factor UCITS ETF Accumulating investiert in Aktien mit Fokus Multi-Faktor-Strategie, Welt. Der JP Morgan Diversified Factor Global Developed Equity Index bietet Zugang zu Unternehmen weltweit. Die Diversified Factor-Indexreihe verwendet einen von J.P. Morgan Asset Management entwickelten regelbasierten Risikoallokations- und Multifaktorauswahlprozess. Die Methodik zielt auf die Merkmale des Aktienrisikoprämienfaktors wie attraktive relative Bewertung, positive Preismomente, geringe Volatilität und geringe Marktkapitalisierung ab und strebt eine gleichmäßige Risikostreuung über globale Regionen und Branchen an.
  • Der iShares Edge MSCI World Multifactor UCITS ETF USD (Acc) investiert ebenfalls in Aktien mit Fokus Multi-Faktor-Strategie, Welt. Der MSCI World Diversified Multiple-Factor Index bietet Zugang zu Unternehmen in entwickelten Aktienmärkten weltweit. Die Titelauswahl und Titelgewichtung basiert auf mehreren Faktoren: Value, Momentum, Qualität und kleine Unternehmensgröße.
  • Invesco S&P 500 QVM UCITS ETF. Der S&P 500 Quality, Value & Momentum Multi-Factor Index bietet Zugang zu den Large- und Mid-Cap Aktien aus den USA, die das höchste Gesamtengagement zu drei Anlagefaktoren aufweisen: Qualität, Wertpotenzial und Dynamik. Die Gewichtung der einzelnen Sektoren ist auf 40 % begrenzt.

Indexfonds der dritten Generation: Aktiv gemanagte ETFs

Ihre Eigenschaften als ETFs

Deren Prinzip ist ebenso einfach wie einleuchtend: Sie sollen die Vorteile beider Fondswelten – aktiven und passiven Fonds – miteinander verbinden.

Als ETFs, börsengehandelte Fonds also, sind sie beispielsweise praktisch zu minütlich aktualisierten Preisen handelbar. Auch ihre Portfoliobestände werden laufend veröffentlicht (statt lediglich monats- oder quartalsweise).

Zudem kann nicht nur die Fondsgesellschaft Anteile dieser ETFs ausgeben, sondern auch deren Handelspartner, so genannte Authorized Participants (APs).

Höhere Kosten durch aktives Management

Auf der anderen Seite verfügen diese Fonds über ein aktives Management. Das trifft individuelle und – mehr oder weniger – kompetente Entscheidungen – und kostet naturgemäß mehr, als das passive Management eines reinen Index-ETF.

Die Kosten der gemanagten Variante der börsennotierten Fonds dürften damit irgendwo zwischen jenen traditioneller Investmentfonds und passiver ETFs liegen.

Der Unterschied zwischen aktiven Fonds und aktiv gemanagten ETFs

Wo liegt dann noch der Unterschied zwischen aktiv gemanagten ETFs und aktiven Fonds? Die Antwort liegt im regelbasierten und für Anleger nachvollziehbarem Investieren nach System – weil an einem Index orientiert.

Bei aktiven Fonds agiert das Fondsmanagement dagegen nach eigenen Grundsätzen und je nach Marktlage.

Damit sind aktiv gemanagte Fonds ein Zwischending zwischen aktivem und passivem Investieren.

Unumstritten ist das beileibe nicht und viele aktive ETF-Konzepte müssen ihre Tauglichkeit erst noch unter Beweis stellen.

Mein Fazit zu den Smart-Beta-ETFs

Smart-Beta-ETFs unterscheiden sich von ETFs der ersten Generation dadurch, dass sie den Markt schlagen wollen.

Dazu gewichten sie u. a. die im Ursprungsindex enthaltenen Aktien anders – zum Beispiel alle gleich – als rein nach Marktkapitalisierung, wie es ETFs der ersten Generation tun.

Dadurch erhalten kleinere Unternehmen ein größeres Gewicht, was den Aktienfaktor Size betont. Oder sie suchen vor allem unterbewertete Aktien, was dem Faktor Value entspräche. Oder sie kombinieren beide Faktoren, wie es u. a. sogenannte Multi-Faktor-ETFs tun.

Smart-Beta-ETFs können den Markt schlagen, wenn Faktor und Marktphase zusammenpassen, tun es aber nicht in jedem Fall. Und sie sind in der Regel teurer als ETFs der ersten Generation.

Ich würde vielleicht nicht all mein Geld nur in Faktor-ETFs investieren, aber als Beimischung im Depot taugen sie allemal.

Über den Autor

Dieser Artikel ist von Dr. Jürgen Nawatzki. Er ist Diplom-Kaufmann und Fachjournalist (FJS). Nach seiner Promotion war er mehrere Jahre Finanzberater bei MLP, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte und Autor und Finanzblogger auf etf-blog.com wurde.

Vielen Dank für den großartigen Einblick in Smart Beta ETFs!

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