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Passendes Depot finden? Schnell und einfach!

Passendes Depot finden? Schnell und einfach!

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Depot finden leicht gemacht

Depot finden schnell und einfach!
Ein Klassiker unter den Aktien und ETF Anfängern ist die Suche nach dem passenden Depot. Was wird da für ein Tamtam gemacht! Wie viel Zeit und Energie wird investiert, um das „Beste“ Depot zu finden? Viel zu viel, meiner Meinung nach. Aber ist die Suche wirklich so schwierig? Warum tun sich viele Anfänger so schwer? Und wie kann dir ein guter Depotvergleich (z.B. www.depot-vergleichen.de) bei der Suche helfen?

Das passende Depot finden und nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen

Ich finde es immer belustigend, wie die Suche nach dem besten Depot angegangen wird. Anleger wollen 50 Euro in einen ETF-Sparplan investieren und suchen gefühlt Monate nach einem passenden Broker. Schon hier könnte man die Frage nach Aufwand und Nutzen stellen, aber nun gut, seien wir mal nicht so 😉

Was wird da nicht alles verglichen. Bei dem einen Broker kostet Transaktion A – 10 Cent mehr, der Andere hat eine schnellere App, beim nächsten wird auf der Börse Stuttgart gehandelt und beim übernächsten ist der Service super aber die Farbe total doof. Viele überflüssige Fragen.

Ich kann dir ein 3-Schritte Leitfaden mitgeben, wie du schnell und einfach dein Depot finden kannst. In 3 Schritten – Depot finden leicht gemacht.

Schritt 1 – Ein Depot ist wie ein Auto

Im ersten Schritt sollst du erkennen, dass die Brokersuche nicht der erste Schritt sein sollte. Wenn du mit der Suche nach einem Broker beginnen möchtest, solltest du einen Schritt zurückgehen. Die Suche nach einem Depot ist, wie die Suche nach einer Tankstelle!

  • Welche ist die billigste Tankstelle?
  • Wo kostet der Diesel am wenigsten?
  • Und wo bekomme ich einen guten aber billigen Kaffee ‚to go‘?

Das sind die Fragen von Anton, der

  • a) überhaupt kein Auto hat.
  • b) wenn, dann hätte er einen Benziner.
  • c) Überhaupt keinen Kaffee trinkt.

Aber er sucht mit diesen Kriterien eine Tankstelle. Irgendwie sinnlos, oder? Aber hallo! Und trotzdem machen es viele ganz ähnlich mit der Suche nach einem Broker. Viele wenden völlig falsche oder viel zu viele Kriterien an und machen die Sache komplizierter als es eigentlich ist.

Auch wenn es naheliegend ist: Am Anfang ist die Frage nach dem Broker zweitrangig.

Bevor ich überlege, an welche Tanke ich zum Tanken fahre, sollte ich mir erst einmal ein Auto besorgen. Denn ohne ein Auto macht eine Tankstelle wenig Sinn. Ganz genauso ist es mit einem Depot. Bevor du dir deinen Broker suchst, überlege dir doch erst, was willst du überhaupt tun?

Schritt 2 – Erst überlegen, was du machen willst

Deine erste Frage, die du klären solltest: Was willst du überhaupt machen? Aktien kaufen? Fonds? ETFs? Mache dir erst klar, für WAS du einen Broker brauchst und dann suchst du genau für diesen Fall das dazu passende Depot. Damit gewinnst du Zeit und schränkst die Auswahl an Möglichkeiten ein und machst das Depot finden einfacher. Viele Broker bieten z.B. ausgewählte ETFs komplett kostenlos zum besparen an. Du kannst in solche, meist Aktions-ETFs genannt, vollkommen kostenfrei investieren. Keine Gebühren, keine Kaufnebenkosten, kein nix. Optimaler geht es fast gar nicht mehr. Und genau deshalb solltest du zuerst wissen, was du überhaupt möchtest. Wenn es um einen ETF-Sparplan geht, dann suche dir erst deinen ETF aus und danach suchst du einen passenden Broker, wo du deinen ETF kostenfrei besparen kannst.

Selbst wenn du einen Broker hast, der „nur“ 1,50 Euro Kaufgebühr nimmt, das wird sich läppern. Wenn du 50 Euro monatlich in einen ETF steckst und jedes Mal 1,50 Euro zahlen musst, dann sind das im Jahr schon 18 Euro, die du bei einem anderen Broker ebenfalls in ETFs hättest investieren können. Zudem sind das 3% deiner Investmentsumme als Gebühr pro Monat! Also Augen auf!
Daher mein Tipp an dich:

1. Erst den ETF aussuchen (nutze dazu am besten extraETF oder justETF)
2. Dann den passenden Broker für deine Auswahl suchen und nicht umgekehrt

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Schritt 3 – Die gezielten Kriterien um dein Depot zu finden

Nehmen wir an, du willst einen ETF besparen und suchst nun einen passenden Broker. Dann kann es dir erstmal völlig egal sein, was dich ein Aktienkauf in den USA kosten würde oder ob der Direkthandel 10 Cent teure ist als bei Broker B.

Was dich interessieren muss, sind die Kriterien, die für deinen ETF Sparplan relevant sind:

  • Wird mein ETF überhaupt als Sparplan angeboten?
  • Wie hoch ist die Mindestsparrate? (25 Euro, 50 Euro, …)?
  • Wie flexibel kann ich sparen? Monatlich, Zweimonatlich, Quartalsweise …?
  • Welche Ausführungstage sind möglich? (Bekomme ich mein Gehalt Mitte des Monats, ist es vielleicht sinnvoll zum 15. eines Monats zu kaufen und nicht am 1.?)
  • Wie hoch sind die Kaufgebühren?

Das wären Fragen, die du vergleichen solltest. Alles andere wird ausgeblendet. Solltest du später mal Aktien kaufen wollen und feststellen, dass dein Depot nicht das „Beste“ ist, ja was dann? Dann ziehst du einfach zum nächsten Depot um oder eröffnest einfach ein Zweites. Niemand verbietet den Einsatz von zwei Depots! Wird dein ETF-Sparplan plötzlich kostenpflichtig, wechselst du zu einem gleichwertigen kostenlosen, ziehst einfach um oder machst in einem neuen Depot weiter. Alles kein Hexenwerk.

Klingt alles viel dramatischer, als es in Wirklichkeit ist.

Fazit: Komm in die Puschen

Die Suche nach dem passenden ETF wird dich genug Zeit kosten oder gekostet haben. Deshalb stecke nicht zu viel Zeit in die Suche nach dem vermeintlich „besten“ Depot der Welt, das wird es nicht geben! Ich kann dir nur empfehlen, nutze Vergleichsseiten um das Depot zu finden, das zu dir passt. Den besten Broker oder das beste Depot gibt es nicht.

Ich kann dir „meine“ Broker empfehlen. Seit 1995 bin ich bei der „Consors“ (hier gehts zum Broker *). Fas immer gibt es kostenfreie ETF Sparpläne. Aktuell kommen diese von iShares oder Lyxor.

Neben der Consorsbank habe ich seit knapp 9 Jahren ein Depot bei der ING (hier gehts zum Broker *). Auch hier habe ich bereits einige kostenfreie ETF Trades genutzt.

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Seit 2017 nutze ich auch die Onvista Bank (hier gehts zur Webseite *). Der größte Vorteil ist hier der Wegfall der Orderprovision für Aktienkäufe. Daher haben sich hier ein paar Aktien wie Coca-Cola, Apple oder Procter & Gamble eingefunden. Seit kurzem auch Kraft Heinz. Aber eigentlich finde ich Aktien scheiße.

Die größte Stärke von Onvista sind die niedrigen Gebühren. Allerdings sind die Oberflächen der letzte Schei**ß. Ich dachte immer die Consorsbank hat altbackene Oberflächen aber Onvista schießt echt alles ab.

Wer auf schicke und klare Oberflächen steht, ist definitiv am besten bei der ING (hier gehts zum Broker *) aufgehoben oder bei meinem neues Zuwachs.

Ganz neu bin ich nun bei Trade Republic (hier geht es lang *). 280 ETFs können kostenfrei bespart werden. Daneben können mehr als 6.500 deutsche und internationale Aktien und über 500 ETFs provisionsfrei gehandelt werden. Ich werde meine laufenden Sparpläne zum Jahreswechsel umstellen und hier laufen lassen, da ich die App super finde.

Trade Republic ist sowas wie das N26 der Broker. Ein neuer, sehr günstiger Mobile-Broker. Die App ist sehr benutzerfreundlich, einfache Oberflächen und du kannst alles von unterwegs aus tun.

Wer nicht unbedingt einen „alten“ oder bekannten Brokernamen benötigt, dem kann ich Trade Republic nur empfehlen.

Du siehst, auch wenn du dich einmal für einen Broker entschieden hast. Es wird über die Jahre nicht bei dem einen Depot bleiben. Und auch wenn du immer alles gebündelt haben willst, so kannst du dein Depot auch immer zum neuen Broker mitnehmen. Heute alles kein Problem mehr. Ganz im Gegenteil, oft wirst du sogar mit einer Prämie belohnt, wenn du dein Depot vom alten Broker mitbringst. Der Umzug passiert natürlich voll automatisiert.

Komm daher einfach in die Puschen. Fang an und wenn dich dein erster Trade 3 Euro oder 5 Euro kostet. Egal. Komm ins Handeln, mache Erfahrungen und suche nicht immer nach Ausreden. Du wirst in deinem Investment- bzw. Anlegerleben noch genug Fehler machen und vielleicht auch mal Geld verlieren. Daher geh deine Depotsuche etwas lockerer an und fang an.

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Zeige Kommentare (4)
  • Guten Morgen Sebastian,

    das sind sehr bodenständige Ausführungen von dir, die den ein oder anderen Zögerer oder Zauderer wachrütteln sollten.

    Super, das du das noch einmal deutlich gemacht hast, insbesondere wenn man bedenkt, wie einfach auch ein späterer Wechsel noch wäre. Das Depotübertragsformular und ein Kündigungsschreiben sind auch schon alles, was an Arbeit anfällt.

    Schöne Grüße
    Marco

  • Hallo Sebastian, vielen Dank, dass Du meinen Depotvergleich in Deinem Artikel erwähnst!
    Inhaltlich bin ich völlig bei Dir. Das Depot muss in erster Linie zum Anlegerverhalten passen.

    Ein ergänzender Punkt noch zum Depotwechsel. Ich höre öfter die Sorge, dass bei einem Depotwechsel die Anschaffungsdaten verloren gehen könnten und daher lieber auf einen Wechsel verzichtet wird. Meiner Meinung nach ist diese Sorge unbegründet. Der Übertrag erfolgt in einem vollelektronischen und standardisierten Prozess durch Clearstream, einer Tochter der Deutschen Börse. Bei dem Prozess wird sichergestellt, das steuerlich alles passt. Aufpassen sollte man nur, wenn das zu übertragene Depot bei einem ausländischen Anbieter liegt. Dann findet das Clearstream-Verfahren keine Anwendung und die abgebende Bank muss die steuerlichen Anschaffungsdaten händisch übermitteln.

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